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Tahrirmoment in Zürich

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Zürich

Diese Stadt ist so reich,

sie kann es sich leisten, auf ihre Bürger zu schießen,

die da auf ihre Wände sprayen.

Alles ist so glatt poliert, dass die Parolen schnell wieder weggewischt sein werden.

Doch im Tränengasgeflenne und Sirenengeheul,

unter fliegenden Steinen und Gummischrotgeschossen,

in Angst vor Gewalt und deren Provokation,

im Brand und Gebrüll in Masken und Musik

brennt ein bisschen Müll und

schafft  Reibeflächen, raue Oberflächen,

die Spraydosenfarbe aufsaugen und leben,

Und Brennstoff brennen lassen können.

Denn den gibt es.

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Doch Protest hält sich nicht lang in einer sauberen Stadt

denn die ist ein Banause und hat keine Ahnung von Kunst

Sie hat aufgeräumt, bevor die Sonne aufgeht

Und ihre Revoluzzer ausgeschlafen haben.

Der Dreck, der mit Wasserwerfern gründlich aufgeweicht,

wird leicht weggekehrt,

wie der Gedanke an bezahlbaren Wohnraum.

Wer im Tränengas geweint hat, weiß wer der Stärkere ist,

doch es tut vielleicht gut ihn zu ärgern.

Denn diese Stadt ist so reich,

sie bezahlt lieber den Maskenball von Polizei und Autonomen,

Als auf die stillen Banner einzugehen, die friedlich mit Musik zurück zur Festung getragen

werden, die bald abgerissen werden soll:

„Binz bleibt – Wir bleiben alle“

Willkommen in Zureich

http://binzbleibtbinz.ch/Bild

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